Micro/Macro als Gestaltungsprinzip
Ich habe den Eindruck hier eine fundamentale Entwurfsgrundlage entdeckt zu haben. Chaim Gingold schreibt in seiner Diplomarbeit “Miniature Gardens & Magic Crayons: Games, Spaces, & Worlds“:
“Miniature worlds offer simultaneous micro/macro readings. When looking at a model train set we perceive both an overview and ground level view. A model train set invites participation at the macroscopic scale, where the entire system is intelligible, plastic, and safe, as well as mental participation at the microscopic scale, where each train car can be walked into. This simultaneous play at micro/macro scales is a key pleasure of models.”
Die Dualität aus Überblick und Immersion wird als Befriedigung empfunden. Schauen wir mal auf zeitgenössisches Webdesign: tatsächlich kann man sich in vielen Websites verlieren. Man ist mitten im Inhalt, jedoch fehlt der Überblick und auch die Navigation versagt. Vor allem in Wikis wird dieser Mangel schnell deutlich. Oft weiss man bei einem Wiki nicht “wo oben und unten ist”, geschweige denn in welche Richtung man gehen soll. Das fatale bei einem Wiki ist, dass die Grundsturktur eher rhizomatisch als hierarchisch organisiert ist. Würde eine Echtzeitvisualisierung eines Wikis helfen, diese praktischen Tools erfahrbarer zu machen? Ich denke schon, denn man würde bemerken, dass man nicht nur einen simplen Text irgendwo hinschreibt, sondern dass man in einem komplexen Informationsmodell arbeitet.







